Religionsunterricht am Goethe-Gymnasium Wien

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Selbständiges Arbeiten und Lernen im Religionsunterricht

Dreifaltigkeit 1: Besuch bei Abraham

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Drei göttliche Figuren besuchen Abraham bei den Eichen von MamreDrei göttliche Figuren besuchen Abraham bei den Eichen von Mamre. Die Geschichte steht in der Genesis, dem ersten Buch der Bibel. Diese Ikone hat Andrei Rubljow gemalt. Die Figuren werden auch als die drei Personen in Gott gedeutet. Das Wort "Person" hat in Gott eine andere Bedeutung als bei uns Menschen. Gott hat keine Gestalt. Die Personen in Gott haben auch keine Gestalt, sind aber "Ich". Sie übernehmen für uns Menschen verschiedene Aufgaben.
Gott Vater ist das Ich, das das Universum aus dem Nichts erschafft und der Natur die Ziele vorgibt. Gott Sohn ist die Person, die Mensch und unser Bruder wird. In Jesus nimmt dieses Ich als einzige göttliche Person Gestalt an. Gott Heiliger Geist hingegen inspiriert und hilft uns in der Geschichte und im Alltag. Diese Dreifaltigkeit wurde uns Christinnen und Christen in der Geschichte von Gott geoffenbart. Noch heute offenbart sich uns Gott, wenn wir die Kirchengeschichte, das Erste und das Zweite Testament genauer studieren.
Links:
Kathpedia
Kirchengucker
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 08. Oktober 2011 um 15:31 Uhr
 

1.3 Jugendschutz für NÖ Wien Bgl.

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Ziel: Jugendliche sollen in ihrer Gesundheit und in ihrer seelischen, sozialen, geistigen und körperlichen Entwicklung und Reifung geschützt werden.
Diese Gesetze sind Rahmen, innerhalb derer die Eltern und Erziehungsberechtigten individuelle Regelungen mit ihren Kindern bestimmen und aushandeln können.
Wien, Niederösterreich und Burgenland haben ab 1. Jänner 2002 ein einheitliches Jugendschutzgesetz:
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Oktober 2011 um 20:30 Uhr Weiterlesen...
 

1.4 Freude statt Lust

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Fliegende TaubeGott, ich werfe meine Freude in die Luft.

Jemand hat mir ein Lächeln geschenkt.

 Gott, ich freue mich über das aufmunternde Wort,

über den lang erwarteten Brief.

 Das ist mehr als Zigaretten, Wein, Bier oder Tabletten bewirken.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 26. September 2011 um 18:12 Uhr Weiterlesen...
 

1.5 Das altorientalische Weltbild

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Altorientalisches WeltbildDas altorientalische Weltbild bestand vor der Antike und vor dem Mittelalter. In der Antike und im Mittelalter nahm man schon an, dass die Erde eine Kugel ist.
Im alten Orient hingegen war die Erde eine Scheibe und stand auf einem Fundament, wie auch der Himmel auf Säulen stand. Wenn die Schleusen des Himmels sich öffnen, dann käme Regen auf die Altorientalisches WeltbildErde. In der katholischen Christenheit herrscht das moderne Weltbild vor. Der Glaube an Gott ist mit der Naturwissenschaft vereinbar.Altorientalisches Weltbild
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 19:21 Uhr
 
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Johannes BrahmsSofort strömen die Ideen auf mich ein, direkt von Gott

Johannes Brahms

Es ist sicherlich kein Zufall, dass Herbert Pietschmann an den Anfang seines Buches ein Beispiel jener »unio mystica« im schöpferischen Akt des Komponisten Johannes Brahms stellt. Er gibt ein Gespräch wieder, das der Geiger und Musik-Korrespondent Arthur Abell 1896 in Wien mit Brahms über dessen »Inspiration« beim Komponieren führte: »Wie Beethoven zu erkennen, dass wir eins sind mit dem Schöpfer, ist ein wunderbares, ehrfurchtgebietendes Erlebnis. Sehr wenige Menschen gelangen zu dieser Erkenntnis, weshalb es so wenige große Komponisten oder schöpferische Geister auf allen Gebieten menschlichen Bemühens gibt. Über dies alles denke ich immer nach, bevor ich zu komponieren anfange. Dies ist der erste Schritt.

Wenn ich den Drang in mir spüre, wende ich mich zunächst direkt an meinen Schöpfer und stelle ihm die drei in unserem Leben auf dieser Welt wichtigsten Fragen - woher, warum, wohin? Ich spüre unmittelbar danach Schwingungen, die mich ganz durchdringen. Sie sind der Geist, der die inneren Seelenkräfte erleuchtet, und in diesem Zustand der Verzückung sehe ich klar, was bei meiner üblichen Gemütslage dunkel ist; dann fühle ich mich fähig, mich wie Beethoven von oben inspirieren zu lassen. Vor allem wird mir in solchen Augenblicken die ungeheure Bedeutung der höchsten Offenbarung Jesu bewusst: Ich und der Vater sind eins.

Diese Schwingungen nehmen die Form bestimmter geistiger Bilder an, nachdem ich meinen Wunsch und Entschluss bezüglich dessen, was ich möchte, formuliert habe, nämlich inspiriert zu werden, um etwas zu komponieren, was die Menschheit aufrichtet und fördert - etwas von dauerhaftem Wert.

Sofort strömen die Ideen auf mich ein, direkt von Gott; ich sehe nicht nur bestimmte Themen vor meinem geistigen Auge, sondern auch die richtige Form, in die sie gekleidet sind, die Harmonien und Orchestrierung. Takt für Takt wird mir das fertige Werk offenbart, wenn ich mich in dieser seltenen, inspirierten Gefühlslage befinde. ( ... ) Ich muss mich im Zustand der Halbtrance befinden, um solche Ergebnisse zu erzielen ein Zustand, in welchem das bewusste Denken vorübergehend herrenlos ist und das Unterbewusstsein herrscht, denn durch dieses, als einem Teil der Allmacht, geschieht die Inspiration. Ich muss jedoch darauf achten, dass ich das Bewusstsein nicht verliere, sonst entschwinden die Ideen. «[1]

Pietschmann benutzt dieses Zitat, um die Naturwissenschaft abzugrenzen gegen den Bereich der menschlichen Verständigung, wie er sich im subjektiven Erleben Brahms' manifestiert. Brahms, als Künstler, verfügt über eine bestimmte Gabe, den Zugang zu jenem Bereich, den er sein »Unterbewusstsein« nennt und aus dem heraus er seine »Inspiration« erhält. Dieser Bereich ist nicht objektivierbar, er liegt »innen«, man kann ihn nicht messen und wägen - allerdings kann man ihn beschreiben und die Aussagen verschiedener Künstler vergleichen.

Eine »Kurzfassung« von Brahms' Aussage wäre etwa Picassos »Ich suche nicht, ich finde. « Entscheidend für unsere Überlegungen hier ist, dass wir Menschen über zwei Bewusstseinszustände verfügen, von denen der eine jene »Quelle« beherbergt, aus der Kunst entsteht. Der Künstler scheint der »Experte« zu sein, der den Zugang zu diesem Bereich vermitteln kann.[2]

 

Welche Fragen stellt Brahms Gott?

Was spürt Brahms?

Was sieht Brahms vor seinem geistigen Auge?

In welchem Zustand befindet sich Brahms dabei?

Worauf muss er aber achten?


 

[1] Pietschmann, Herbert: Das Ende des naturwissenschaftlichen Zeitalters, Frankfurt/Berlin: Ullstein, 1983, S 8

[2] Text von Nesweda, Peter: Bruno Ceccobelli, Kunst zwischen Mystik und Spiritualität, in: Noema, Art Journal Nr. 36/1991, S. 34-35

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 04. November 2011 um 16:51 Uhr
 


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