Religionsunterricht am Goethe-Gymnasium Wien

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Start 8. Klasse 1.a Vernünftig in Gott vertrauen Evolution und katholische Kirche

Evolution und katholische Kirche

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Naturwissenschaftler George CoyneWie der amerikanische Astrophysiker und Jesuit George Coyne Wissenschaft und Glaube verbindet.

Bei seinen Blicken durchs Teleskop entdeckte er zwar kein höheres Wesen, wohl aber ein Gottesverständnis, bei dem sich Naturwissenschaft und Spiritualität nicht ausschließen.

Wissenschaftliche Forschung hat im Vatikan eine lange Tradition. Vor allem aus den Reihen der Jesuiten sind brillante Forscher hervorgegangen, am berühmtesten ist vielleicht der Paläontologe Teilhard de Chardin, der bereits in der Mitte des 20. Jahrhunderts Evolutionstheorie und Theologie miteinander versöhnen wollte. Dem gleichen Orden wie Teilhard gehört auch George Coyne an – und zwar seit seinem 18. Lebensjahr.
Er war lange Zeit Direktor der Vatikanischen Sternwarte auf dem Mount Graham und lehrt heute noch als Professor für Astronomie an der Universität Tucson/Arizona.
»Wir werden nie die Vorstellung von Gott und seiner Beziehung zum Universum haben, wenn wir nicht das Universum, so gut es geht, wissenschaftlich erforschen«, sagt Coyne.

Aufgrund solcher Ansichten, die natürlich auch die Genialität Darwins anerkennen, ist Coyne ein gern gesehener Gesprächspartner auch im Dialog mit eher atheistisch orientierten Naturwissenschaftlern. So hat er in einem langen auf Youtube dokumentierten Gespräch dem Oxforder Biologen und Atheisten Richard Dawkins sein freiheitlich-kreatives Gottesbild derart überzeugend nahebringen können, dass der oft überskeptisch gestimmte britische Religionskritiker mit unverhohlener Faszination reagierte.

Interview Richard Dawkin mit dem Jesuit George Coyne

Ein Bericht über Georg Coyne und das Vatikanische Observatorium steht in der Zeitschrift WIR - Menschen im Wandel.