Religionsunterricht am Goethe-Gymnasium Wien

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start 7. Klasse 6.a Gottes Schöpfung 6. Gott erschafft durch Evolution

6. Gott erschafft durch Evolution

E-Mail Drucken PDF
  1. Unendlicher ewiger GottAm Anfang der Welt war Gott. Er selber hatte keinen Anfang und war klarer Geist. Er setzte einen unendlich heißen Punkt, der sich wie ein Feuerball nach allen Seiten ausdehnte. Er machte diesen Anfang vor 13,75 Milliarden Jahren und gab der Materie die Regeln und Konstanten.
    Gott ließ das Universum sich nach allen Seiten ausdehnen. Die erste Phase dauerte bis 10 hoch minus 43 Sekunden (eins dividiert durch eine Zahl mit 43 Nullen). Die Temperatur war unbeschreiblich groß. Es gab noch keine Dimensionen (keinen Raum, keine Zeit). Die vier Grundkräfte waren in einer Urkraft vereint.
  2. Gott schied die Gravitationskraft von der Urkraft und es entstand eine Mischung von Quarks, Antiquarks, Gluonen, Leptonen, Antileptonen, Photonen, W- und Z- Teilchen. Die zweite Phase dauerte bis 10 hoch minus 34 Sekunden. Die Temperatur betrug 10 hoch 32 Grad.
  3. In der dritten Phase trennte Gott die starke Kraft von der Urkraft und am Ende der Phase teilte er die Urkraft in elektromagnetische Kraft und schwache Kraft. Die dritte Phase dauerte 10 hoch minus 10 Sekunden nach dem Urknall.
  4. In der vierten Phase ließ Gott die Gluonen mit den Quarks zu Protonen und Neutronen vereinen. Er kühlte das Universum ab, damit sich die Protonen und Neutronen zu Atomkernen formieren konnten. Diese vierte Phase dauerte bis 100 Sekunden nach dem Urknall.
  5. In der fünften Phase kühlte Gott das Universum auf 1000 Grad Celsius ab, sodass die negativ geladenen Elektronen von den positiv geladenen Atomkernen eingefangen werden konnten. Er freute sich über die ersten Elemente. Diese fünfte Phase dauerte eine Million Jahre nach dem Urknall.
  6. In der sechsten Phase ließ Gott die Galaxien und Sterne entstehen. Die ersten entstanden eine Milliarde Jahre nach dem Urknall. Unsere Sonne ließ er zehn Milliarden Jahre nach dem Urknall entstehen.
  7. In der siebenten Phase ließ er es zu, dass auf einigen Planeten Leben entstand und sich weiterentwickelte.
  8. In der achten Phase freute er sich über freie Lebewesen, die mit Bildern, Werkzeugen und Worten eine eigene Welt schufen. Der Sinn ihres Lebens ist die Liebe. Sie stillen ihre große Sehnsucht in der Liebe zu Gott und zu den anderen Menschen. Sie wurden eingeladen, in die Herrlichkeit Gottes zu kommen.
Naturwissenschaftliche Überlegungen und Ergebnisse findet man auf
Geschichte des Universums 1
Geschichte des Universums 2
Geschichte des Universums 3
Geschichte des Universums 4
Geschichte des Universums 5
Die Sicht von katholischer Religion und Naturwissenschaft findet man in den Interviews von Richard Dawkins mit dem ehemaligen Leiter der Vatikanischen Sternwarte, dem Jesuitenpater und Wissenschaftler George Coyne.
Auf dieser Website gibt eine Kurzinformation zu George Coyne.