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Maria im HimmelMaria: Maria, die Mutter Jesu war eine junge jüdische Frau. Ihre Eltern waren Anna und Joachim. Sie wurde unter Herodes dem Großen, ca. 19 vor Christus geboren. Ihre Eltern Joachim und Anna waren lange kinderlos und als Joachim opfern wollte, weigerte sich der Priester, das Opfertier eines Kinderlosen anzunehmen. Joachim war bei seinen Herden, als ihm von einem Engel mitgeteilt wurde, er werde ein Kind bekommen. Er wurde aufgefordert, seine Frau an der Goldenen Pforte in Jerusalem zu treffen. Anna betrachtete gerade traurigen Herzens einen Vogel, der sich um seine Jungen kümmerte, als ein Engel ihr mitteilte, dass sie ein Kind bekomme und Joachim beim Goldenen Tor treffen solle. Sie trafen sich dort und bekamen ein Kind, dem sie den Namen Miriam, auf Lateinisch Maria, gaben. Anna unterrichtete sie sorgfältig und ging mit ihr auch in den Jerusalemer Tempel, wo sich der Vorhof der Frauen befand. Dort beteten sie und Anna lehrte ihre Tochter. Mit 14 Jahren verlobte sich Maria mit Joseph. Dabei ließ sich eine Taube auf dem Holzstab von Josef nieder. In dieser Zeit kam ein Engel zu Maria und begrüßte sie mit: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir.“ Es war Erzengel Gabriel, der Maria fragte, ob sie den Sohn des Allmächtigen gebären will. Sie fragte, wie das geschehen solle, da sie ja keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: „Der Heilige Geist (hebräisch „die Ruach“) wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.“ Gabriel erzählte Maria auch von ihrer Cousine Elisabeth, die im hohen Alter noch ein Kind erwartete. Maria sagte: „Ich bin die Magd des Herrn. Mir geschehe, wie du gesagt hast.“

Elisabet und Maria freuen sich über die KinderMaria besuchte Elisabeth in einer Stadt im Bergland von Judäa. Elisabet war im sechsten Monat schwanger und begrüßte Maria, wobei ihr Kind im Bauch hüpfte. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. (Dieser Satz wurde Teil des "Gegrüßt seist du, Maria" Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

Maria hingegen rief zu Gott: „Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.“
Dieses Gebet wurde als Magnifikat bekannt (Lk1,46-55). Ein Engel kam auch zu Josef, der ihn aufklärte, dass seine Verlobte ein Kind vom Heiligen Geist bekommt. Der Engel gab ihm den Auftrag, das Kind Jesus zu nennen, denn er wird sein Volk erlösen.

Joseph helds the JesuschildWegen einer Volkszählung mussten sie nach Betlehem, wo Josef ein Grundstück besaß. Für Maria kam die Zeit der Geburt. Sie mussten in einem Stall übernachten. Das Kind wickelte sie in Windeln und legte es in eine Futterkrippe. Da Jesus ganz Mensch und ganz Gott ist, ist Maria Gottesmutter. Hirten lagerten in der Nähe und ein Engel rief sie, nach Betlehem zu gehen und ein Kind zu suchen, das in Windeln in einer Krippe liegt. Auch sahen sie einen großen Engelchor, der Gott lobte und pries. Die Hirten liefen hin, fanden das Kind mit Maria und Josef und erzählten, was sie erfahren haben. Maria bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und dachte darüber nach. Als das Kind am 8. Tag beschnitten wurde, gaben Maria und Joseph ihm den Namen Jesus. Sie gingen auch in den Tempel, um Jesus zu weihen und Maria opferte, um sich von der Geburt zu reinigen, zwei Tauben. Sterndeuter aus dem Osten kamen und brachten Weihrauch, Gold und Myrrhe. Sie erzählten von Herodes dem Großen, dass das Kind in Gefahr ist. Maria und Josef beschlossen, nach Ägypten zu fliehen. Nach einiger Zeit kehrten sie mit Jesus nach Nazaret zurück. Maria heiratete den Zimmermann Josef und lebte in Nazaret in einer Großfamilie. Josef und Maria bekamen anscheinend Töchter und 4 Söhne, Jakobus, Josef, Simon und Judas. Eine andere Erzählung spricht davon, dass diese Personen Nichten und Neffen von Maria waren. Es gab aber auch die Erzählung, dass diese Personen die Kinder von Josef waren, die er als Witwer in die Familie mitgebracht hat.

liebermann der junge jesus1Als Jesus 12 Jahre alt wurde, ging Maria mit ihm und Josef wie jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Am Rückweg mit vielen Pilgern und Verwandten fanden sie ihn nicht. Erst als sie in den Tempel gingen, fanden sie ihn, wo er den Lehrern zuhörte und Fragen stellte. Alle waren erstaunt über sein Verständnis und seine Fragen. Als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen und Maria sagte zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben dich voll Angst gesucht. Da sagte er zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört? Maria berichtete später den ersten Christen, was sie erlebt hatte die Erzählungen wurden in verschiedenen Gemeinden weiter erzählt, aufgeschrieben und Lukas, Matthäus und Johannes sammelten diese Erzählungen für ihre Evangelien.

Daneben gab es viele Erzählungen und Texte, die nicht in den offiziellen Evangelien gesammelt wurden, sondern in den Gemeinden aufbewahrt, erzählt und zu Geschichtssammlungen außerhalb der Bibel zusammengestellt wurden.

Eine erste Erzählungen im Johannesevangelium handelt von der Hochzeit von Kana, wo der Bräutigam keinen Wein mehr hatte und Maria dies bemerkte. Sie wusste von der außergewöhnlichen Beziehung ihres Sohnes zu Gott und machte ihn auf das Fehlen des Weines aufmerksam. Er sagte zwar, dass seine Stunde noch nicht gekommen ist, aber als Maria trotzdem den Dienern befahl, auf Jesus zu hören, gab er die Anweisung, die Krüge mit Wasser zu füllen. Als der Mundschenk kostete, war es exzellenter Wein.

Maria hörte auch von Jesu öffentlichen Auftritte und begleitete die Verwandten zu Jesus. Sie hielten ihn für verrückt und wollten ihn sprechen. Er aber distanzierte sich von ihnen und betrachtete seine Jüngergemeinschaft als seine Familie. Maria musste sich auch mit dem Hass der Bewohner ihres Dorfes Nazaret auseinandersetzen, die Jesus umbringen wollten.

Jesus PietaIkoneMaria ging auch nach Jerusalem, als Jesus gefangen genommen wurde und sie begegnete ihm auf der Via Dolorosa, als er mit dem Kreuz auf Golgota gehen musste. Als sie unter dem Kreuz stand, gab ihr Jesus einen Jünger, der für sie sorgen sollte. Ihre Trauer wurde im Stabat Mater oft vertont.

Sie wohnte auch dann bei diesem Jünger Johannes. Nach der Auferweckung Jesu hielt sich Maria mit etwa 120 Jüngern in Jerusalem auf. Ihr Verwandter Jakobus, den Paulus „Bruder des Herrn“ nannte, wurde Leiter der christlichen Gemeinde in Jerusalem. Jakobus war entweder ihr zweiter Sohn, ihr Stiefsohn oder ihr Neffe.

 

Maria zu PfingstenAls der Heilige Geist über die Jünger herabkam, war sie dabei und erlebte den Heiligen Geist ein zweites Mal. Diesmal erfüllte er sie mit großem Mut, sodass sie das Herz der Urgemeinde wurde. Sie besuchte auch mit Johannes die Gemeinde in Ephesus in Kleinasien und andere Gemeinden.

Sie starb in Jerusalem, nachdem ihr ein Engel den Tod verkündete. Sie bat, dass die Apostel zugegen sind. Diese standen um das Bett der Sterbenden. Als sie starb, trug sie Christus mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes. Der Hohe Priester wollte den Leichnam vernichten und mit Bewaffneten verhindern, dass der Leichnam in das Tal Josaphat gebracht wird, wo das göttliche Endgericht stattfinden soll. Aber er blieb mit seinen Händen an der Bahre kleben, bis Petrus ihn erlöste, heilte und er sich bekehrte. Ihr Grab befindet sich in Jerusalem, nahe dem Löwentor.

SchreinmadonnaMaria ist vollkommen, mit Leib und Seele in die Herrlichkeit Gottes aufgenommen worden. Da ihr Sohn Jesus ganz Mensch war und ganz Gott ist, wird Maria auch Gottesmutter genannt. Sie half nach ihrer Aufnahme in die Herrlichkeit Gottes vielen Menschen und bewirkte viele natürliche (und übernatürliche) Heilungen. Ihre Erscheinungen: Sie erschien 1531 in Guadalupe in Mexiko dem Indianer Juan Diego, 1846 den beiden Kindern Mélanie Calvat (15 Jahre) und Maximin Giraud (11 Jahre) in La Salette. 1858 erschien sie der 14-jährigen Bernadette Soubirous in Lourdes, 1917 den drei Kindern Lúcia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto in Fatima. Bis jetzt gibt es 13 anerkannte Marienerscheinungen. 1981 soll Maria in Medjugorje Ivanka Ivankovic, Mirjana Dragicevic, Vicka Ivankovic, Ivan Dragicevic und Milka Pavlovic erschienen sein.

Bild: Schreinmadonna. Maria mit der Erdkugel und in sich der dreifaltige Gott mit den Heiligen im Mantel. Schrein ist ein heiliger Behälter. Maria wird durch die Menschwerdung zur Gottesmutter und Christusmutter (Jesus hat eine ungetrennte menschliche und göttliche Natur).

 

 

  1. Klasse Jesus und die Ehebrecherin in Johannes 8,1-11: Jesus vergibt die Schuld, die nur Gott vergeben kann.

Am frühen Morgen begab sich Jesus wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
Jesus hebt das mosaische Gesetz, dass Ehebruch mit dem Tode bestraft wird, auf und zeigt durch das Schreiben auf der Erde, dass die Schrift vergeht und verweht.

Jüdische FrauenJesus und die Frauen: Die jüdische Frau zurzeit Jesu teilte die generelle Benachteiligung der Frau im Orient. So etwa war sie in ihrer Wirksamkeit auf den häuslichen Bereich beschränkt, dort aber nicht nur ihrem Mann, sondern auch ihren volljährigen Söhnen unterstellt. Vor Gericht galt ihre Zeugenaussage nur so viel wie die eines minderjährigen Kindes. Eine Scheidung war nur vom Mann her möglich, wobei die Frau nur im Falle von "Schuldlosigkeit" ihre Mitgift, d.h. ihre Sozialversorgung, zurückerhielt. Die Frage der Schuld wurde meist sehr zum Nachteil der Frau entschieden. Gerade zurzeit Jesu diskutierten die beiden bekanntesten Rabbinerschulen darüber, ob schon eine angebrannte Suppe als Schuld der Frau auszulegen sei. Jedenfalls aber machte sich eine Frau schuldig, wenn sie in der Öffentlichkeit mit einem anderen Mann sprach. Der orthodoxe Jude, besonders aber der orthodoxe Rabbi, vermeidet bis heute das Gespräch mit und die Berührung von fremden Frauen (d.h. auch der Gruß wird nicht von einem Händedruck begleitet). Mehrere Frauen waren im Judentum erlaubt, doch da sich nur die Reichen mehrere Frauen leisten konnten, kam es bei Ärmeren häufig zum "Austausch" der alt und abgearbeitet gewordenen Ehefrau gegen eine jüngere - wogegen Jesu sich in der Bergpredigt wendet. Mt 5,31 f (Diese Antithese hatte also ursprünglich einen anderen Sinn als im heutigen Kirchenrecht.)

Es war daher für die damalige Sitte geradezu skandalös, dass Jesus mit fremden Frauen ebenso sprach wie mit Männern - ja, sogar mit "unreinen" Frauen. Er heilte eine blutflüssige Frau: Mk 5,25-34 // Mt 9,20-22 // Lk 8,43-48. Er vergab den Sünderinnen (Lk 7,36-50; Joh 8,1-11), redete mit Samariterinnen (Joh 4,1-41). Die Samariter waren in den Augen der Juden nur halbe Juden mit eigenen fünf Büchern Moses. Er heilte die Tochter einer diskutierfreudigen Syrerin (Mk 7,24-30 // Mt 15,21-28). Ja, er machte Frauen sogar zu seinen Jüngerinnen (Lk 8,1-3: Maria aus Magdala, Johanna, Susanna »und viele andere«) und zu den Erstzeugen seiner Auferstehung (Lk 24,1. Es waren Maria Magdalena, Johanna und Maria, die Mutter des Jakobus Lk 24,10) - eine glaubwürdige Tatsache, nicht nur, weil dies von allen vier Evangelisten übereinstimmend erzählt wird, sondern weit mehr deshalb, weil kein vernünftiger Mensch zur damaligen Zeit Frauen als Erstzeugen erfunden hätte. Und Jesus scheute sich nicht, Gott selbst mit einer Frau zu vergleichen, die auf der Suche einer verlorenen Drachme ihr Haus zusammenkehrt (Lk 15,8-10). Jesu Umgang mit Frauen war also revolutionär. Als Jesus bei Marta und Maria zu Besuch war, fand er es besser, wenn Maria zu seinen Füßen sitzt und ihm zuhört als wenn sie wie Marta für die Bewirtung sorgt (Lk 10, 38) Als Lazarus, der Bruder der beiden Schwestern stirbt, macht ihm Maria Vorwürfe, dass er nicht rechtzeitig gekommen ist. (Joh 11,1)

Frauen in den ersten christlichen Gemeinden

Priscilla Katakombe 4Auch nach Jesu Tod und Auferstehung spielen Frauen eine wichtige Rolle. Maria, seine Mutter ist bei der Herabkunft des Heiligen Geistes zu Pfingsten. Frauen sind Missionarinnen, wie die Apostelin Junia, die mit Paulus in Gefangenschaft war (Röm 16, 7), sie leisten soziale Arbeit wie die Jüngerin Tabita (Gazelle) aus Jobbe (Apg 9, 36). Manche, wie Evodia und Syntyche aus Philippi vertreten teilweise andere Lehren als Paulus (Phil 4,2). Eine der wichtigsten urchristlichen Apostelinnen ist Priska (oder Priszilla), eine Zeltmacherin, die als Jüdin mit ihrem Mann von Rom nach Korinth geflohen ist, wo sie Paulus beherbergt und eine Gemeinde leitet (Apg 18,2, 18,26 u.v.a.).

Bild: Frauen in der Priszilla-Katakombe

Auch in vielen anderen Gemeinden sind Frauen namentlich bekannt: 1Kor 1,11: Chloe, Röm 16, 6-13: Maria, Junia, Tryphäna und Tryphosa, Persis, Mutter von Rufus, Julia, Schwester von Nereus; Kol 4,14: Nympha, Phlm 1,2: Aphia. Außerbiblische Texte nennen weitere Apostelinnen und Missionarinnen, zum Beispiel Thekla, die bis heute in den orthodoxen und katholischen Kirchen verehrt wird, oder Nino, eine georgische Wandermissionarin.

Das Engagement der Frauen ist nicht nur in den ersten Jahrzehnten, sondern auch später belegt. Da sie in verschiedenen Funktionen die frühen Gemeinden repräsentieren, sind sie auch den antichristlichen Verfolgungen des Römischen Reiches ausgesetzt, die im 2. Jahrhundert beginnen. Dabei drohen ihnen teilweise andere Strafen als Männern, etwa Zwangsprostitution. Als erste Märtyrin gilt Thekla, die den Tierkampf in der Arena überlebt und danach als Missionarin tätig ist. Sie wird in der christlichen Antike teilweise noch mehr verehrt, als die Mutter Jesu.
(http://www.antjeschrupp.de/frauen-in-der-urkirche )
Paulus betont: Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus. (Gal 3,27-28).

Zum Überlegen

Maria wird gefragtDie Zeugung Jesu bei Maria aus Nazaret in Lukas 1,26-38.
Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.
(Lukas 1,26-38 Einheitsübersetzung, abgerufen am 14.4.2016)

Die Begegnung Marias mit Elisabet in Lukas 1,39-49:
Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. 
Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet.
Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.
Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, 
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. 
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan / und sein Name ist heilig.

(Lukas 1,39-49 Einheitsübersetzung, abgerufen am 14.4.2016)

Thesen

  1. Maria darf nicht angebetet werden, weil sie nicht Gott ist.
  2. Maria darf verehrt werden, weil sie ein gutes Vorbild in der Sehnsucht nach Gott ist.
  3. Maria hat durch die Geburt von Jesus Christus, der Gott ist, eine sehr innige Beziehung zum dreifaltigen Gott.
  4. Marienerscheinungen sind private Offenbarungen und bereichern die katholische Welt.

(Autor Johannes Daxbacher)

MagdalenaGrabKöderMaria aus Magdala beim Grab Jesu
Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. …
Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.
(Johannes 20,1.11-18 Einheitsübersetzung, abgerufen am 14.4.2016) Bild: Maria aus Magdala beim leeren Grab Jesu. Sieger Köder.

Die unterschiedlichen Interessen von Marta und Maria in Lukas 10,38
Sie zogen zusammen weiter und er kam in ein Dorf (Betanien). Eine Frau namens Marta nahm ihn freundlich auf. Sie hatte eine Schwester, die Maria hieß. Maria setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte seinen Worten zu.
Marta aber war ganz davon in Anspruch genommen, für ihn zu sorgen. Sie kam zu ihm und sagte: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester die ganze Arbeit mir allein überlässt? Sag ihr doch, sie soll mir helfen!
Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen.
Aber nur eines ist notwendig. Maria hat das Bessere gewählt, das soll ihr nicht genommen werden.
(Lukas 10,38-42 Einheitsübersetzung, abgerufen am 14.4.2016)

icone Samaritaine Puits 2000Das ungewöhnliche Verhalten Jesu in Joh 4, 7-9.17-19
Da kam eine samaritische Frau, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in den Ort gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen. Die samaritische Frau sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samariterin, um Wasser bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samaritern. …
Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt. Die Frau sagte zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
(Joh 4,7-9.17-19 Einheitsübersetzung, abgerufen am 14.4.2016)

 

Weiterführende Informationen: Die Rolle Marias, ihre Verehrung und der Advent (6. Klasse S.70), die Frauen um Jesus und in den ersten Gemeinden (7. Klasse S. 38)

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