Religionsunterricht am Goethe-Gymnasium Wien

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1.14 Amos

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Der Prophet AmosAmos, der Viehzüchter und Maulbeerfeigenpflanzer aus Tekoa hatte einen ebenso plötzlichen wie zornigen Auftritt in der Öffentlichkeit Israels und wurde ziemlich schnell (um 750 v. Chr.) wieder hinausgeworfen.

Obwohl er aus dem südlichen Tekoa in Juda stammte, ging er in das Nordreich, das in diesen Jahren immer reicher wurde. Er war ein scharfer Beobachter und zeigte sich gut informiert. Vielleicht deswegen trat er voll Empörung, Leidenschaft und Strenge auf. Er gehörte zum Lager der strikten Monotheisten. Für ihn war Jahwe nicht nur der einzige Gott der Kinder Israels, sondern der einzige Gott überhaupt.

Amos schrieb sein Bekehrungserlebnis so auf: Der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und gesagt: „Geh als Prophet zu meinem Volk Israel und kündige ihm mein Strafgericht an!“ Die gierigen Reichen bestechen die Richter, faulenzen auf den Polstern, fälschen die Gewichte und machen den Abfall des Getreides zu Geld.

Amazja, der höchste Priester in Bet-el, fand ihn unmöglich. Er beschuldigte ihn, einen Umsturz zu planen. Da man ihn nicht zum Tode verurteilen konnte, sollte er ausgewiesen werden. Der König Jerobeam, der zweite, verstand sich gut mit dem Hohen Priester und fand die Kritik von Amos überzogen.

In fünf Visionen sah Amos die Niederlagen und Zerstörungen voraus, die über Israel kommen sollten, weil das Volk von seinem Gott abgefallen war. Viel fehlte nicht, und er hätte die völlige und unvermeidliche Vernichtung vorausgesagt.

Er räumte aber ein, dass Gott einen Rest von Menschen erretten könnte, um das Haus Davids fortzuführen. Nicht nur religiöse, sondern auch soziale Missstände wurden von ihm angeprangert. Er beklagte die Zerstörung der Lebensgrundlage der Kleinbauern in Israel. Er sah ein schlimmes Ende voraus, das nur wenige Jahre später auch eintraf, als die Assyrer für den spurlosen Untergang des Nordreiches sorgten.

Aufgabe: Spielt die Szene mit 5 Personen, Amos, Amazja, Jerobeam und zwei gierigen Reichen. Spielt zuerst den Streit und dann das Ende der Geschichte.

Der Prophet Amos kritisierte den Hochmut und den Geiz der Reichen von Israel. Sie beuteten die Armen aus und hielten sich nicht an die Sozialgesetze Israels.
Die gierigen Reichen bestechen die Richter, faulenzen auf den Polstern, fälschen die Gewichte und machen den Abfall des Getreides zu Geld.
Amazja
, der höchste Priester in Bet-el, fand ihn unmöglich. Er beschuldigt ihn, einen Umsturz zu planen. Da man ihn nicht zum Tode verurteilen konnte, sollte er ausgewiesen werden.
Der König Jerobeam verstand sich gut mit dem Hohen Priester und fand die Kritik von Amos überzogen.
Amos sagte den Untergang des Nordreiches voraus. Amos sagte: "Gott spricht: Ich verwandle eure Feste in Trauer."
 

Im Religionsbuch der 3. Klasse findet ihr auf Seite 18, das ist das Kapitel 1.7, die Kritik an den gierigen Reichen.
2. Aufgabe: Vervollständige die Amos-Präsentation