Religionsunterricht am Goethe-Gymnasium Wien

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Start 3. Klasse 1. Wunderbare Schöpfung 1.4 Die Noahgeschichte

1.4 Die Noahgeschichte

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Die Arche Noahs

 Die Menschen verbreiteten sich über die ganze Erde. Aber sie kümmerten sich nicht um das Gute. Fast alles, was sie dachten und taten, war böse. Darüber war Gott traurig. Er sprach: "Es reut mich, dass ich die Menschen geschaffen habe. Ich will sie von der Erde vertilgen."

Nur ein Mensch lebte noch nach Gottes Willen. Er hieß Noah. Auch seine Frau und seine drei Söhne Sem, Ham und Jafet waren gute Menschen. Gott sprach zu Noah: "Mit der Menschheit geht es zu Ende. Bald wird die große Flut über sie hereinbrechen. Aber du, deine Frau, deine drei Söhne und ihre Frauen und Kinder sollen gerettet werden. Bau dir ein Schiff aus Holz mit drei Stockwerken und einem Dach. Nimm von allen Tieren ein Männchen und ein Weibchen mit, denn ich will, dass das Leben erhalten bleibt. Und denk an das Futter für die Tiere und das Essen für dich und deine Familie!"

Noah gehorchte Gott. Er baute das Schiff. Dann ging er mit seiner Familie und den Tieren in das Schiff und verschloss die Tür. Nach sieben Tagen fing es an zu regnen. Es regnete stärker und stärker, und das Wasser strömte vom Himmel. Bald hob das Schiff vom Boden ab. Vierzig Tage und Nächte regnete es aus schwarzen Wolken in Strömen, und auch aus der Erde brachen Wasserschwälle hervor. Die große Flut stieg höher und höher. Nur noch die Gipfel der Berge ragten als Inseln aus dem Wasser. Dann versanken auch sie. Jetzt trieb das Schiff Noahs einsam auf der endlosen Wasserfläche.

Aber Gott hatte Noah nicht vergessen. Nach vierzig Tagen hörte es auf zu regnen. Das Wasser begann zu fallen. Da öffnete Noah die Luke im Dach und ließ eine Taube ins Freie fliegen. Noah dachte: "Wenn die Taube wegbleibt, hat sie einen trockenen Ort gefunden.“

Aber die Taube kehrte bald wieder zurück. Noah streckte seine Hand aus der Luke und holte sie ins Schiff. Dann wartete er sieben Tage und ließ die Taube ein zweites Mal fliegen.

Als sie nach einiger Zeit zurückgeflogen kam, hatte sie das frische Blatt eines Ölbaums im Schnabel.

Jetzt wusste Noah, dass die Flut vorüber war. Als er die Taube sieben Tage später zum dritten Mal fliegen ließ, kehrte sie nicht mehr zurück. Da öffnete Noah die Tür und verließ mit seiner Familie und allen Tieren das Schiff.

Die schwarzen Wolken hatten sich verzogen. Die Sonne schien, und am Himmel wölbte sich ein großer Regenbogen.

Da sprach Gott zu Noah: ,,Ich schließe einen Bund mit dir und mit allen Menschen und Tieren, die nach dir auf der Erde leben. Ich verspreche: Keine große Flut wird mehr das Leben vernichten. Solange die Erde besteht, soll alles seinen geordneten Gang haben. Es soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Und das Zeichen für mein Versprechen soll der Regenbogen sein."